OPS-Code, Lokalisation, R-Klassifikation
Dieser Katalog gibt an, welches die üblichen OPS-Codes an einer bestimmten Lokalisation sind und ob bei diesen Codes eine R-Klassifikation erwartet werden kann.
Bitte beachten Sie:
Alle OPS-Codes mit führender "5" müssen grundsätzlich für Tumor- bzw. Metastasen-relevanten Operationen übermittelt werden.
Die Liste sollte nur zur Überprüfung dienen, bei welchen OPS-Codes die Angabe des R-Status erwartet wird.
Dabei ist die Lokalisation zwar weitgehend, aber nicht ausschließlich als Primärlokalisation zu verstehen. Beispielsweise können Lymphknotenresektionen sowohl bei einem primären Tumor der Lymphknoten (Lymphom) erfolgen, werden aber viel häufiger beispielsweise als Sentinel-Lymphknotenentfernung beim Mammakarzinom oder Melanom durchgeführt, stehen aber unter der Lokalisation C77. Auch Resektionen von Fernmetastasen stehen unter dem Lokalisationsschlüssel, der für einen Primärtumor an dieser Lokalisation verwendet werden würde.
Auf der Liste basierend können Prüfungen implementiert werden, die auf das Fehlen der Angabe einer R-Klassifikation hinweisen. Die Liste ist nicht als abgeschlossen zu betrachten.
Unabhängig von den OPS-Codes sind folgende Zusammenhänge zwischen Intention und R-Klassifikation zu erwarten:
diagnostisch (D): Eingriff, der i.d.R. zur Feststellung der Morphologie und/oder des Stadiums des Tumors benötigt wird. Eine Tumor-Resektion ist hier nicht das Ziel, also R nicht plausibel, da hier eigentlich immer davon ausgegangen werden muss, dass der Tumor noch da ist. Diese mit R2 zu bezeichnen wäre unklinisch. Schwerpunkt liegt hier in der Angabe und Findung einer spezifischen Histologie bzw. eines cTNM.
kurativ (K): Eingriff zur Tumorentfernung (den Tumor resezierende OPs UND Nachresektionen, kurative Metastasenentfernung), mit Ausnahme ablativer/Destruktiver Verfahren (zb Thermoablation, TUR-B). Hier ist ein R-lokal erwartbar und erforderlich. Das R-lokal kann sich auch auf eine Metastasenresektion beziehen.
palliativ (P): Eingriffe mit Tumor-(Teil-)-Entfernung, z.B. sog. Debulking-OP, lokale Tumorresektion trotz (weiterer) Fernmetastase. Ein R-Lokal sollte vergeben werden.
Revision/Komplikation (R): Operation oder Re-Operation, die zur Behebung einer Komplikation im Zusammenhang mit der Tumortherapie notwendig ist und nicht der Tumorresektion (Nachresektion) dient***. Ein R ist hier klinisch nicht plausibel.
Sonstiges (S): Eingriffe ohne Tumorentfernung, die jedoch in direktem Zusammenhang mit der Erkrankung stehen/ zum Therapiekonzept gehören. Das sind z.B. Stabilitätsoperationen bei Knochentumoren, Portimplantationen oder auch AP-Rückverlagerungen. Da kein Tumor entfernt wird, kann es auch keine R-Angabe geben.
Die Angabe Fehlende Angabe (X) ist zu vermeiden und allenfalls akzeptabel, wenn es sich um die Meldung einer Leistung handelt, die nicht selbst durchgeführt wurde.
Anhang
OPS-Code, Lokalisation, R-Klassifikation als Excel- und CSV-Datei und dem Plattformbeschluss als PDF zum Download.