Meldungsinhalte
Verantwortlich: Carolin Kuhl (HE), Thorsten Wicker (HH)
Eine Meldung an eines der fünfzehn Landeskrebsregister ist eine formelle und zum überwiegenden Teil elektronische Mitteilung, die Informationen über einen Krebserkrankungsfall enthält. In Deutschland sind medizinische Einrichtungen und behandelnde Ärztinnen und Ärzte gesetzlich verpflichtet, bestimmte Krebserkrankungen an die Krebsregister zu melden. Diese Meldung dient der Erfassung, Auswertung und Dokumentation von Krebserkrankungen, um Daten zur Häufigkeit, Verbreitung, Prognose und Behandlung von Krebs zu sammeln.
Ziel der Krebsregistermeldungen ist es, eine umfassende und aktuelle Datenbasis über Krebserkrankungen zu schaffen, die zur Forschung, zur Verbesserung der Vorsorge und Früherkennung sowie zur politischen und gesundheitspolitischen Entscheidungsfindung genutzt werden kann.
Was wird gemeldet? Die Meldung umfasst in der Regel folgende Daten:
Demografische Informationen (z. B. Geschlecht, Geburtsdatum, Wohnort)
Art der Krebserkrankung (Diagnose, Tumorart, Ausbreitung)
Behandlung (Operationen, Chemotherapie, Strahlentherapie und abwartende Therapien)
Verlauf der Erkrankung (Veränderungen und ggf. Status der Erkrankung, Therapieansprechen)
Warum ist die Meldung wichtig?
Sie ermöglicht eine bevölkerungsweite Krebsregistrierung und dient der Krebsprävention und -forschung.
Sie liefert wichtige statistische Daten über die Häufigkeit von Krebserkrankungen und deren Verlauf, die zur Früherkennung und Behandlung beitragen können.
Sie hilft dabei, Trends im Zusammenhang mit der Krebsinzidenz und -sterblichkeit zu erkennen.